Post gibt Fassadenreinigung ab – 27 Stellen in Gefahr
Post lagert Spezialreinigung aus – 27 Stellen in Gefahr
Die Post kündigt an, die Fassaden- und Fensterreinigung ihrer Liegenschaften ab Oktober 2026 an externe Dienstleister zu vergeben. Betroffen sind 27 Mitarbeitende der Post Immobilien Management und Services AG, die bisher hochspezialisierte Arbeiten an Glasfronten und Fassaden mit Seiltechnik ausgeführt haben.
Die Unternehmensleitung begründet den Schritt mit Sparzielen und dem Wunsch nach grösserer Flexibilität bei der Vergabe solcher Spezialaufträge. Kritiker warnen, dass damit fachliches Know-how verloren gehen und die betroffenen Mitarbeitenden schlechtere Arbeitsbedingungen hinnehmen müssten.
Die Gewerkschaft transfair reagiert empört. «Anschlusslösungen sind nicht garantiert», sagt Diego Frieden von transfair. Die Gewerkschaft befürchtet, dass nicht alle Beschäftigten intern weiterbeschäftigt werden können und dass zahlreiche Kolleginnen und Kollegen in weniger attraktive Gesamtarbeitsverträge wechseln müssten, mit schlechteren Löhnen, weniger Ferien und reduzierten Sozialleistungen.
Die Post weist darauf hin, dass ein Sozialplan, interne Stellenprüfungen und Weiterbildungen angeboten werden. Dennoch bleibt bei vielen Betroffenen die Unsicherheit gross. Im Bereich Post Immobilien arbeiten insgesamt rund 850 Personen; in einigen Regionen, etwa im Tessin, arbeitet die Post bereits mit externen Spezialreinigern zusammen, wie der Konzern schreibt.
- Betroffene Stellen: 27 in der Spezialreinigung
- Bereich Post Immobilien: rund 850 Mitarbeitende
- Umsetzung geplant ab Oktober 2026
Die Entscheidung reiht sich ein in eine Serie von Umstrukturierungen und Sparmassnahmen bei der Post, die zuletzt auch Stellen in der IT betroffen haben. Für die kommenden Monate sind interne Prüfungen und Gespräche vorgesehen; entscheidend wird sein, ob die zugesagten Anschlusslösungen und der Sozialplan tatsächliche Sicherheit bieten.
Bern, 28.05.2026