newsbezeichnung

Schweizerische Post überprüft Abbau von rund 60 IT-Stellen im Rahmen grosser IT‑Transformation

08. Juni 2026

Post prüft Abbau von rund 60 IT‑Stellen im Zuge umfassender Neuaufstellung der Informatik

Bern — Die Schweizerische Post zieht in ihren IT-Abteilungen einen markanten Personalabbau in Betracht. Nach Angaben des Unternehmens könnten rund 60 Stellen wegfallen, zudem sind etwa 20 Änderungen von Arbeitsverträgen im Gespräch. Ein formelles Konsultationsverfahren mit den Sozialpartnern soll Mitte Juni beginnen.

Die Post beschäftigt in der Schweiz rund 1500 Mitarbeitende im IT‑Bereich. Als Gründe für die geplante Umstrukturierung nennt das Unternehmen die Straffung interner Abläufe, die Vereinfachung der IT‑Landschaft, Kostensenkungen sowie den effizienten und verantwortungsvollen Einsatz von künstlicher Intelligenz. Verbindliche Entscheidungen sollen nach Abschluss des Prozesses, voraussichtlich im Herbst, kommuniziert werden.

Gewerkschaft fordert Schutzmassnahmen für Betroffene

Die Gewerkschaft Syndicom übte scharfe Kritik. Sie verweist darauf, dass in den vergangenen Jahren bereits IT‑Aufgaben ins Ausland verlagert worden seien, unter anderem nach Portugal. Sollte es nun zu weiteren Abbaumassnahmen in der Schweiz kommen, müsse diese Strategie grundsätzlich überprüft werden, fordert Syndicom. IT‑Experten seien zentral für Service public, Datensicherheit und digitale Infrastruktur und sollten prioritär in der Schweiz gehalten werden.

Syndicom verlangt konkrete sozialverträgliche Massnahmen für betroffene Mitarbeitende, darunter Weiterbildung, Umschulung, Frühpensionierungen und die Aushandlung eines Sozialplans. Die Post teilte mit, die ursprünglich geplante Erweiterung des IT‑Standorts in Portugal werde derzeit nicht weiterverfolgt.

Ungewisse Perspektiven für Mitarbeitende und Infrastruktur

Für die Betroffenen bleiben viele Fragen offen: Welche Teams sind konkret betroffen, wie werden Übergangsfristen geregelt und welche Folgen hat die Neuorganisation für die Abdeckung kritischer IT‑Dienste? Das Unternehmen betont, man wolle die Transformation so gestalten, dass Betriebssicherheit und Datenschutz gewahrt blieben. Gewerkschaften und Verwaltungsrat werden in den kommenden Monaten die nächsten Schritte verhandeln.

Die Debatte um Verlagerungen und Stellenabbau trifft einen sensiblen Bereich der öffentlichen Infrastruktur. Die kommenden Konsultationen entscheiden darüber, ob der Umbau sozial ausgewogen und mit Blick auf die langfristige Sicherheit der digitalen Services umgesetzt wird.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: 20min.ch
Copyright © 2000 - 2026 | 1A Infosysteme GmbH | Content by: 1a-sites-jobs - Veröffentlichung: 08.06.2026  - C49558 - [Bildnachweis]