Vom Nachbarschaftsbeitrag zur Festanstellung: Wie direkte Kontakte den Berufseinstieg entschieden
Direkter Kontakt statt Blindbewerbungen öffnete mir die Tür zur ersten Festanstellung
Als sie ihr Studium beendete, war der klassische Bewerbungsweg nicht der Auslöser für ihren Einstieg ins Berufsleben. Ein einfacher Beitrag in einer lokalen Facebook‑Gruppe führte zu einem Telefonat, zu einem Nebenjob und schließlich zu einer Vollzeitstelle in der Immobilienbranche.
Die Autorin schloss ihr Studium am Smith College in Massachusetts ab und zog nach New York. Während ihres Studiums stieß sie in einer Nachbarschaftsgruppe namens Park Slope Together auf ein Gesuch eines Immobilienentwicklers, der administrative Unterstützung suchte. Sie schrieb ihm direkt per Messenger, sie telefonierten, und noch bevor das Abschlusssemester begann, erledigte sie erste Aufgaben aus der Ferne.
Aus dem entfernten Nebenjob wurden über zwei Jahre Verantwortung und Vertrauen: Sie suchte Standorte, begleitete Besichtigungen, unterstützte Kreditfinanzierungen für gemeinnützige Projekte und vertrat das Unternehmen bei Veranstaltungen. Schließlich bot ihr der Entwickler eine Festanstellung an. Heute arbeitet sie als Projektmanagerin bei PDS Development in Brooklyn und sieht menschliche Beziehungen als den zentralen Faktor für ihren Erfolg.
Die Geschichte ist eine Mahnung an Berufsanfänger: In Zeiten, in denen Bewerbungen oft technologisch standardisiert sind, gewinnen echte Begegnungen wieder an Bedeutung. Ein Messenger‑Kontakt, ein Gespräch nach einer Veranstaltung oder eine Empfehlung aus dem direkten Umfeld können Türen öffnen, die ein makelloser Lebenslauf allein nicht aufstößt.
Netzwerk erkennen und annehmen
Viele unterschätzen ihr eigenes Netzwerk. Familie, Freunde, ehemalige Dozierende, Vereinskollegen oder Nachbarn sind potenzielle Unterstützer. Ein schnelles Treffen auf einen Kaffee kann unscheinbar wirken, aber oft ergeben sich genau daraus Chancen.
Der Rat der Autorin ist einfach: Nicht hetzen, offen sein und neue Wege ausprobieren. Karriereverläufe sind selten geradlinig. Sich auf Gespräche einzulassen, mutig aufzutreten und Hilfe anzunehmen, kann den Unterschied machen – manchmal reicht ein einzelner Beitrag in einer lokalen Gruppe, um den ersten grossen Schritt zu ermöglichen.
Ort: New York